Events / Veranstaltungen
Die Frühjahrstagung 2011 der Sektion Schweiz fand am Montag, den 30. Mai 2011 in Strengelbach / Aaargau statt.
Protokoll der Landesversammlung
1. Der Vorsitzende, Herr Benz, eröffnet die Landesversammlung um 10.00 Uhr und begrüßt die 20 Teilnehmer.
Frau Sobieray wird einstimmig zum Stimmenzähler gewählt.
Das Protokoll der Landesversammlung vom 12.4.2010 wird einstimmig genehmigt.
2. Herr Benz gibt den
Jahresbericht 2010.
Vorwort. Vom wirtschaftlichen Aufschwung 2010 profitierte auch die Textil- und Bekleidungsindustrie. Trotz meist befriedigender Auftragslage machte jedoch der hohe Frankenkurs dieser Branche zu schaffen. Ein weiteres Problem war die Erhältlichkeit synthetischer Garne; gewisse Garntypen waren nicht mehr lieferbar.
Mitgliederbewegungen. Bei zwei Austritten blieb die Mitgliederzahl mit 26 Einzelpersonen und 21 Firmen, total 47, nahezu konstant.
Finanzen. Die Zinsen unserer Anlagen haben sich dem allgemeinen Trend entsprechend verringert. Da wir keine Gebühren an unserer Fachtagung erheben und die Kosten des Mittagessens für unsere Mitglieder bisher übernommen haben, blieb uns nach Abzug des Beitrags an das Internationale Sekretariat von den Mitgliedsbeiträgen kein nennenswerter Überschuß. Dank unseres soliden Vermögens können wir einen Verlust von 3600 Franken in Kauf nehmen. Über die Details der Jahresrechnung und Vermögensverhältnisse informiert unser Kassier Berndt Meyer an der Landesversammlung ausführlich.
Tätigkeit. Der Landesvorsitzende Fritz Benz übernahm neben seinem Bereich wie bisher auch die operativen Aufgaben eines Sekretärs, dessen Frau Inka Benz die Schreib- und Versandarbeiten. Der Kassier Berndt Meyer erledigte die finanziellen Angelegenheiten. Die Organisation der Frühjahrstagung besorgte der Landesvorsitzende in Absprache mit dem Kassier. Mit dem Internationalen Sekretär Prof. Schäch blieb unser Team in ständigem Kontakt.
Leistungen. Unseren Mitgliedern stand ein breites Angebot zur Verfügung. Neben den kostenlosen Tagungen der Schweizer und deutschen Landessektion - letztere immer zweitägig - konnten unsere Mitglieder dank unserem Abkommen auch an den Veranstaltungen der schweizerischen Fachvereinigung SVT und SVTC zu gleichen Bedingungen wie deren eigene Mitglieder teilnehmen. Die Einladungen erfolgten über Postversand, Internet und über unser Publikationsorgan "mittex".
Veranstaltungen.
Die Frühjahrstagung 2010 umfasste die beiden Vorträge "Air Jet Spinnen - im Vergleich zu den bestehenden Endspinnverfahren" von Dipl.-Ing. Harald Schwippl und "Swiss Cotton Rainbow und Swiss Cotton BeDry - Innovative Produkte für die Strickerei und Wirkerei" von Dr. Markus Müller.
Die Tagung der deutschen Sektion in Schramberg bot drei Vorträge zu den Themen "Leuchtende Textilien", "Superfeine Rundstrickmaschinen", "Bedeutung der Nähnadel für feine Stoffe" sowie die Besichtigung der Firma KERN LIEBERS und des privaten Automuseums Steim.
Der 45. Weltkongress der IFWS in Ljubljana/Slowenien fand in Kombination mit dem 41. Int. Symposium über Neuheiten bei Textilien und dem 5. Int. Symposium über Neuheiten in der Graphik statt. Die Zeitfenster der parallel laufenden Vorträge waren so gewählt, daß die insgesamt über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen den drei Veranstaltungen hin- und her wechseln konnten. Am 45. Int. Kongreß mit seinen 29 Vorträgen und 17 Poster-Präsentationen nahmen über 60 Teilnehmer aus 16 Ländern teil.
Danksagung. Allen an den genannten IFWS-Veranstaltungen beteiligten Personen und Firmen, Herrn Prof. Wolfgang Schäch vom Int. Sekretariat und unserem kleinen Schweizer Team mit Berndt Meyer und Inka Benz danke ich für deren Einsatz und loyale Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Wattwil, den 30. Mai 2011
Fritz Benz, Landesvorsitzender der IFWS-Sektion Schweiz
3. Die Jahresrechnung 2010 wird vom Kassier Berndt Meyer mittels projizierter Folien erläutert. Die Jahresrechnung schließt mit einem vorhersehbaren Verlust ab, der aus dem Vermögen der Landessektion ausgeglichen werden konnte.
4. Die Rechnungsrevisoren Herr Richard Grill und Herr Robert Seidler bestätigen die Richtigkeit der Jahresrechnung 2010. Dem Vorsitzenden und dem Kassier wird einstimmig Entlastung erteilt.
5. Mitgliedsbeitrag 2011. Die Beibehaltung des Mitgliedsbeitrags, 25.00 CHF für Studenten, 50.00 CHF für Einzelmitglieder und CHF 100.00 für Firmenmitglieder wird mehrheitlich ohne Gegenstimmen beschlossen.
6. Außerordentliche Ausgaben wurden nicht beschlossen.
7. Anträge an die nächste internationale Fachtagung sowie die Generalversammlung der IFWS werden nicht gestellt. Herr Prof. Schäch gibt bekannt, daß der Sitz des Internationalen Sekretärs von Reutlingen zum neuen Internationalen Sekretär Prof. Dr. Marcus Weber nach Mönchengladbach/BRD verlegt wird. Herr Fritz Benz beantragt, den bisherigen Sitz der IFWS-Weltvereinigung von der Schweizerischen Textilfachschule ebenfalls nach Mönchengladbach zu übertragen und für das Ausscheiden von Fritz Benz aus dem Internationalen Vorstand einen Nachfolger zu bestimmen.
8. Wahl der Rechnungsrevisoren für 2011. Herr Grill (bisher) und Herr Traxler werden einstimmig gewählt.
9. Wahl des Vorstandes. Herr Benz tritt, wie bereits im Vorjahr angekündigt, aus gesundheitlichen und altersbedingten Gründen als Landesvorsitzender zurück und steht zur Neuwahl nicht zur Verfügung. Ein neuer Kandidat für das Amt stellt sich bis jetzt nicht zur Verfügung. Deswegen wird beschlossen, bis spätesten 30.11.2011 eine Arbeits- gruppe zu bilden, aus der spätestens bis zum 31.12.2011 ein Team gewählt wird, das gemeinsam die Leitung der Landessektion übernimmt. Bis zu diesem Zeitpunkt haben sich Herr Fritz Benz und Herr Berndt Meyer bereit erklärt, die Leitung der Landessektion interimistisch zu übernehmen.
10. Mitgliederbewegung. 1 Austritt Einzelmitglied, 1 Austritt Firmenmitglied
11. Information zur Tagung der Landessektion Deutschland in Chemnitz am 15. - 17. Mai 2011 erfolgt durch Prof. Schäch. Unsere Mitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
12. Verschiedenes. Prof. Schäch gibt eine Vorschau auf den 46. Int. Kongress vom 6.-8. September 2012 in Sinai/Rumänien. Sinaia ist eine interessante Stadt mit historischer Vergangenheit. Auf der IFWS-Web- seite
www.knittingfed.com findet man zum Kongreß laufend die aktuellen Mitteilungen.
St. Gallen, den 11.6.2011
Berndt Meyer, Protokollführer
Vorträge:
"Schmalwirkmaschinen der Firma Jakob Müller AG, von der Mode bis zum fertigen Produkt".
Referent: Dr.-Ing. Roland Seidl, Firma Jakob Müller AG, Frick.
Die Firma ist seit 1887 im Familienbesitz und hat 1000 Beschäftigte. Der Referent beschrieb dann einige Produktgruppen näher. Die MDR2 42 ist eine Schußwirkmaschine mit 24 Legebarren für Schuß und Picot-Einrichtung für laufmaschensichere Produkte.
Die Schußwirkmaschine MDC 3/830E in der Feinheit E15 gibt es mit konventioneller Steuerung oder mit Steuerung durch Linearmotoren. Die Produkte sind unter anderen Leibbinden und Filter für Blutwäsche.
Die doppelbarrige Raschelmaschine HDK 800 mit Linearmotorantrieb in de Feinheit E22 erlaubt unter anderen auch die Herstellung von viereckigen Säcken.
Elastische und unelastische Bänder werden auf der Schußwirkmaschine Raschelina 3.8 hergestellt. Mit dem Ink-Jet-Druckverfahren können Sicherheitsgurte, Reißverschlußbänder etc. bedruckt werden.
"Ausrüstung von Maschenwaren"
Referent: Dr. Markus Müller, Firma Johann Müller AG.
Die Firma wurde 1845 gegründet und arbeitet als Lohnausrüster.
Als einziger nicht firmengebundener Ausrüster in der Schweiz ist Flexibilität und kurze Lieferbarkeit notwendig. Der Auftragsbestand beträgt im Durchschnitt 2 Wochen.
Es können alle Faserarten ausgerüstet werden. Gefärbt werden können Garne auf Spulen, Meterware, Einzelstücke und auch eine Faserbehandlung ist möglich. Die Stückausrüstung kann offen breit, im Schlauch gerollt oder getafelt erfolgen. Als mechanische Verfahren sind Rauhen, Scheren und Schleifen möglich.
Die chemischen Ausrüstungsverfahren sind Mercerisierung, Laugieren, Flammhemmend- und Filzarmausrüstung, Vernähbarkeits-, BeDry-, antibakteriell und Sterilisier-Ausrüstung.
Ebenso sind enzymatische Verfahren für einen weichen Griff und Gleitfähigkeit mit Silikon möglich. Außerdem können Stoffe mit einer elektrischen Leitfähigkeit und UV-Schutz ausgestattet werden.
Ein weiteres Feld ist das Krumpfen von Baumwollwaren.
Besichtigung der Textilveredlung Johann Müller AG.
Die Teilnehmer konnten sich von dem kleinen, aber modernen und vielseitigen Maschinenpark der Firma überzeugen.
Die Frühjahrstagung 2010
der Sektion Schweiz fand am Montag, 12. April 2010 in Winterthur statt.
Jahresbericht 2009
Vorwort: 2009 dürfte als eines der wirtschaftlich schwierigsten Jahre in die Geschichte der Textil- und auch der Textilmaschinenindustrie eingehen. Der Hoffnungsschimmer zum Jahresende gibt uns jedoch wieder Mut in die textile Zukunft. Dies beweist auch die relativ hohe Beteiligung an den beiden IFWS-Veranstaltungen der schweizer und deutschen Sektion.
Mitgliederbewegungen: Mit drei Austritten und einem Todesfall sowie drei Neueintritten ist die Anzahl der Mitglieder im Berichtsjahr nahezu konstant geblieben und umfasste 27 Einzelpersonen und 22 Firmen.
Finanzen: Da wir an unserer Fachtagung keine Gebühren erhoben und die Kosten des Mittagessens für unsere Mitglieder übernommen haben, blieben uns nach Abzug des Beitrags an das Internationale Sekretariat nur die Vermögenserträge. Letztere reduzierten sich noch durch die niedrigen Zinserträge. Unser solider finanzieller Rückhalt erlaubte jedoch die Inkaufnahme eines gewissen Verlustes. Die detaillierten Einnahmen und Ausgaben sowie die Vermögensverhältnisse wurden vom Kassier, Herrn Berndt Meyer vorgetragen.
Tätigkeit: Die Aufgaben des Vorsitzenden wie auch die operativen Arbeiten eines Sekretärs wurden von Fritz Benz und die Schreib- und Versandarbeiten von Inka Benz ausgeführt. Der Kassier Berndt Meyer erledigte die finanziellen Angelegenheiten. Die diesjährige Frühjahrstagung wurde vom Landesvorsitzenden nach Abstimmung mit dem Kassier organisiert. Wir waren dazuhin im ständigen Kontakt mit dem Internationalen Sekretär Prof. Wolfgang Schäch.
Leistungen: Unsere Mitglieder erhalten jeweils für den bescheidenen Mitgliedsbeitrag einen hohen Gegenwert. Sind doch die Tagungrn der schweizer und deutschen Landessektionen kostenlos wie auch das Mittagessen in der Schweiz für unsere Mitglieder. Dazuhin haben IFWS-Mitglieder laut Abkommen bei den Veranstaltungen der schweizerischen Fachvereinigungen SVT und SVTC dieselben Vergünstigungen wie deren eigene Mitglieder. Erwähnt sei in letztgenanntem Zusammenhang neben den verschiedenen Kursen das grosse Symposium für die textile Kette. Einladungen und Informationen erfolgen sowohl über Postversand wie über das Internet.
Veranstaltungen: Im Hauptreferat der Frühjahrstagung 2009 in St. Gallen sprach Walter Marte über Hightech-Funktionsschichten auf Textilien mittels Nanotechnologie. Direktor Helmut Hälker informierte über die Weiterbildung, Forschung und Entwicklung an der Schweizerischen Textilfachschule. Bei der Führung durch das St. Galler Textilmuseum begegneten die beiden Sonderausstellungen über moderne Stickereien und Sport-Textilien großem Interesse. Den Abschluß bildete die Betriebsbesichtigung des weltbekannten Stickerei-Unternehmens Forster Rohner AG.
Die Tagung 2009 der deutschen Landessektion in Obertshausen umfasste vier Referate über Fadenspannungen bei der Maschenbildung, über das Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland, über textile Bewehrungen im Betonbau und über die Firme Karl Mayer Textilmaschinen. In letzterer erfolgte die Besichtigung des Entwicklungszentrums mit der Präsentation der neuesten Maschinen sowie der Fertigung. Am zweiten Tag bot sich die Gelegenheit der Besichtigung des Frankfurter Flughafens.
Allen beteiligten Firmen, Referenten und Helfern, Herrn Prof. Schäch vom Int. Sekretariat sowie unserem schweizer Team mit Berndt Meyer und Inka Benz danke ich für deren Unterstützung und gute Zusammenarbeit.
Wattwil, 12. April 2010
Fritz Benz, Landesvorsitzender
Vorträge
Air Jet Spinnen - im Vergleich zu den bestehenden Endspinnverfahren
Referent: Dipl.-Ing.(FH) Harald Schwippl, Maschinenfabrik Rieter AG
Der Referent erläuterte zuerst die konventionellen Verfahren wie Ring-, Compact-, Compact-Zwirn sowie Rotorspinnen und ging ausführlich auf das neue Air-Jet-Spinnen ein. Dort wird am unteren offenen Ende des nach oben abgezogenen Garns durch einen umlaufenden Luftwirbel aus dem Faserband ein loser Faserbogen gebildet, dessen Fasern sich in das Garnende einbinden. Die Firma Rieter prüfte in einem Vergleich Garne dieser verschiedenen Spinnverfahren aus Micro Modal/Baumwolle 50/50% und 67/33% bezüglich der relevanten Eigenschaften wie Gleichmässigkeit, Festigkeit, Dehnung, Haarigkeit, Scheuerfestigkeit und Verschleiss-Widerstand. Bei Gestricken wurden Dimensionsstabilität, Maschenbild, Berstdruck, Pilling und das Aussehen nach dem Waschen untersucht. Anhand von Diagrammen, Grafiken und Fotografien vermittelte Herr Schwippl auf anschauliche Weise die speziellen Eigenschaften von Air-Jet-Garnen und daraus gefertigten Gestricken gegenüber den Produkten der konventionellen Spinnverfahren. Dabei zeigt sich die besondere Eignung von Air-Jet-Garnen aus Micro Modal für Maschenwaren. Dank der extrem guten Einbindung der Faserenden weist das Garn eine gleichmässige Struktur auf, ist weniger haarig, was zu ausgezeichneten Pillingwerten und zu besserer Abriebresistenz führt. Wegen des geringen Faserflugs reduzieren sich die Frequenz der Maschinenreinigung und störende Verunreinigungen im Flächengebilde. Air-Jet-Garne enthalten weniger und fast unsichtbare Fadenverbin- dungen. Die luftgesponnenen Garne eignen sich trotz einer etwas geringeren Reissfestigkeit besonders gut für Maschenwaren. Auch nach zahlreichem Waschen bleibt das schöne Warenbild erhalten. Das bei Micro Modal problematische Pilling wurde wesentlich verbessert, desgleichen der bei luftgesponnenen Garnen härtere Warengriff.
SwissCotton Rainbow und SwissCottonBeDry - Innovative Produkte für die Strickerei und Wirkerei
Referent: Dr. Markus Müller, Textilveredlung Johann Müller AG
Bei der
Rainbow-Technologie handelt es sich um Baumwolle mit erhöhter Farbstoff-Affinität. Die Musterung wird nach der Stückfärbung sichtbar. Die Farbgebung ist Ton in Ton, Farbe auf Weiss oder Melange möglich. Große Vorteile bieten sich dank der Flexibilität dem Detailhandel, können doch die rohweissen, bereits konfektionierten Artikel der aktuellen Nachfrage entsprechend in den gewünschten Farben eingefärbt werden. Dies bedeutet geringeres Risiko und kleinere Lagerhaltung sowie günstigere Musterherstellung. Die Rainbow-Technik läßt sich auch für gestrickte und gewebte Stoffe in der Stückfärberei anwenden. Für die Stoffherstellung ergeben sich kürzere Lieferfristen für Farbvarianten, Wegfall teurer Farb- und Melange-Garne, Stoffe in Farbvarianten, größere Produktionslose und kleinere Lagerbestände.
Bei der Stoffveredlung sind Hell/Dunkel-Effekte steuerbar und Markierfärbungen sowie Bleichen, Mercerisieren und Hochveredeln möglich. Die Echtheiten entsprechen normaler Baumwolle. Ökologisch unbedenklich ist die Vorbereitung (Öko-Tex-Standard 100 plus). Die Tagungsteilnehmer konnten eine Rainbow-Färbung auf Laborstufe verfolgen und textile Produkte im Original begutachten.
Beim
BeDry-Verfahren handelt es ich um hydrophobes Baumwollgarn. Für funktionelle Sportbekleidung, Socken und Unterwäsche wird auf der Innenseite das hydrophobe und auf der Außenseite das hydrophile Baumwollgarn verarbeitet. Der Schweiß gelangt durch die hydrophobe Schicht und wird von der hydrophilen Schicht von außen "angesaugt", wo er verdunstet. Dadurch bleibt die Haut während und nach der Sportaktivität trocken. Ein schnelles Trocknen vermeidet das Frieren nach dem Training und das Kleben nasser Bekleidung auf der Haut. Während bei PES das Wasseraufnahmevermögen auf der Waren- außenseite nur geringfügig größer ist als auf der Wareninnenseite, beträgt dies bei BeDry-Garnen bis zum Vierfachen. Als Waschtemperatur gelten permanent 40 Grad Celsius. BeDry bietet den Komfort feinster Baumwolle und erfüllt den Öko-Tex-Standard 100 plus. Lizenznehmer für BeDry ist die Textilveredlung Johann Müller AG, welche auch das vorgenannte Rainbow-Verfahren entwickelte.
Besichtigungen
Showroom der Firma Rieter AG
Bei der Besichtigung konnten die Teilnehmer anhand zahlreicher Stoff- und Bekleidungsmuster die Garne der verschiedenen Spinnverfahren vergleichen und Anregungen für deren Einsatz sammeln.
Firma Hermann Bühler AG, Sennhof bei Winterthur
Betriebsbesichtigung der Baumwollspinnerei mit dem Air Jet Spinnen.
Die Firma stellt die Rainbow- und BeDry-Garne her. Das Traditions- unternehmen wurde bereits 1812 gegründet und ist heute noch die einzige bedeutende Spinnerei in der Schweiz. Das Werk Sennhof beschäftigt 130 und das Zweigwerk in den USA 150 Mitarbeiter. Die jährliche Produktionskapazität beträgt in der Schweiz und USA je 4.000 t und der Umsatz CHF 40 Mio bzw. US$ 27 Mio.
Die Tagungsteilnehmer erlebten bei einem Rundgang den Werdegang der Garne von dem großen Ballenlager über die modernsten Spinnereimaschinen bis zur fertigen Garnspule. Die am Vormittag verglichenen Spinnverfahren Ring-, Compact-, Compact-Zwirn- und vor allem das neue Air-Jet-Spinnen konnten in der Praxis vefolgt werden. Bei letzterem stehen den höheren Maschinenkosten wirtschaftliche Vorteile bezüglich Platz- und Energiebedarf sowie der Personalkosten gegenüber. Entscheidend für den Erfolg dürften jedoch die im ersten Vortrag genannten positiven Eigenschaften der Air-Jet-Garne für Maschenwaren sein.
Verarbeitet werden bei der Hermann Bühler AG Extra-Langstapel-Baumwolle und Micro Modal-Fasern zu Garnen bis Nm 150. Eine Spezialität ist das antimicrobielle Garn aus Baumwolle und mit reinem Silber beschichteten Polyamid-Fasern, welches geruchshemmende, antistatische, therapeutische und temperaturausgleichende Eigenschaften besitzt. Einsatzbereiche sind Wäsche, Socken, Bettwaren sowie für Bekleidung gegen Neurodermitis, Fußpilz usw.
Die Strickereibranche nimmt 47% der Garne der Hermann Bühler AG ab. 81% der Garne erhält die europäische und türkische Textilindustrie. Kunden- in Nord- und Südamerika werden direkt von dem amerikanischen Zweigwerk beliefert.
Fazit
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auf eine innovative Tagung zurückblicken. Den beiden Referenten sowie den beteiligten Personen der Hermann Bühler AG sei an dieser Stelle ein besonderer Dank für ihre instruktiven und anschaulichen Ausführungen ausgesprochen.
Fritz Benz, CH-9630 Wattwil
Landesversammlung 2009 der Sektion Schweiz
Sie fand am Montag, 27. April 2009 in St. Gallen statt
Jahresbericht 2008
Vorwort: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kommt den Begriffen Information, Weiterbildung, Innovation und Kontaktpflege besondere Bedeutung zu. Mit den beiden Fachtagungen in der Schweiz und Deutschland sowie dem Weltkongress in Sankt Petersburg/Russland leistete die IFWS im vergangenen Jahr einen wichtigen Beitrag hierzu.
Mitgliederbewegungen Die Landessektion Schweiz hatte 2008 gegenüber dem Vorjahr 2 Austritte wegen Geschäftsaufgabe sowie einen Neueintritt zu verzeichnen. Der Mitgliederbestand beläuft sich auf 26 Einzelpersonen und 22 Firmen.
Finanzen Die Hauptkostenfaktoren 2008 waren unsere Frühjahrstagung sowie der Weltkongress mit der IFWS Generalversammlung. Von den Mitgliedsbeiträgen für Einzelpersonen blieb nach Abzug des Beitrags für das Internationale Sekretariat und der Kosten des Mittagessens an der Tagung praktisch nichts mehr übrig. Dazuhin sind die Zinsen und Kurse unserer Anlagen stark gesunken, sodass sich unser Vermögen um einen grösseren Betrag verringerte.
Tätigkeit Der Landesvorsitzende Fritz Benz übernahm wie bisher auch die operativen Aufgaben eines Sekretärs, während die Schreib- und Versandarbeiten Inka Benz erledigte. Die finanziellen Angelegenheiten besorgte der Kassier Berndt Meyer. Die Landessektion Schweiz war an der Generalversammlung in Sankt Petersburg durch Fritz Benz und Berndt Meyer vertreten. Diese beiden Vorstandsmitglieder organisierten auch die diesjährige Frühjahrstagung.
Leistungen Für die Tagungen sowohl unserer wie auch der deutschen Landessektion werden im Gegensatz zu anderen Fachvereinigungen keine Gebühren erhoben. Die Schweizer Sektion übernahm für ihre Mitglieder an der landesinternen Tagung auch die Kosten des Mittagessens. Wir informierten unsere Mitglieder über Postversand und Internet www.knittingfed.com bzw. info@knittingfed.com neben den IFWS-Veranstaltungen auch über Kurse und Tagungen der Schweizer Fachvereinigung SVT, wozu IFWS-Mitglieder ermässigte Preise haben. Dies gilt auch für das Abonnement unseres Publikationsorgans "mittex".
Veranstaltungen Über die Schweizer Frühjahrstagung 2008 in Amriswil, die Tagung der Sektion Deutschland in Annaberg und über den 44. Weltkongress in Sankt Petersburg findet man ausführliche Berichte unter "Events" auf der Startseite dieser Webseite.
Schlusswort Den vielen Helfern der vorgenannten Veranstaltungen. Herrn Prof. Wolfgang Schäch vom Internationalen Sekretariat wie auch unserem kleinen Schweizer Team mit Berndt Meyer und Inka Benz danke ich an dieser Stelle für deren Einsatz und die gute Zusammenarbeit.
Wattwil, 27. April 2009
Fritz Benz, Landesvositzender der IFWS-Sektion Schweiz
Fachtagung - Vorträge
Hightech-Funktionsschichten auf Textilien - Science-Fiction oder Realität?
Referent: Walter Marte, Inhaber der Firma Tex-A-Tec AG, Wattwil
Herr Marte konnte aufgrund seiner großen Erfahrung die komplexen Zusammenhänge der Nanotechnologie sehr anschaulich und leicht verständlich vermitteln. Als Ausgangspunkt dient die Bionik, welche sich mit der technischen Umsetzung von aus der Natur kopierten Prinzipien befaßt, wie die Selbstreinigung der Lotospflanze, der Klettverschluß nach dem Vorbild einer Distel und die Widerstandsreduktion am Beispiel der Schuppen-Fischhaut.
Es wurden einige von der Tex-A-Tec AG erarbeitete nanotechnische und bionische Lösungen für die Herstellung von chemischen Funktions- schichten auf Textilien aufgezeigt, deren Anwendungen im Bekleidungs- sektor sowie auf Kosmetik- und Medizinaltextilien zu finden sind. Beispiele sind Lotos strukturierte Textiloberflächen und deren Selbstreinigungseffekt, bakterizide Funktionsschichten, basierend auf Silber-Nanopartikeln und Wirkstoff abgebende Ausrüstungsschichten unter Nutzung der Zellwände des Hefepilzes.
Große Bedeutung kommt bei der Nanotechnologie dem Umweltschutz zu. Die chemische Entwicklung von Funktionsschichten auf Textilien für den Bekleidungs-, Kosmetik- und Medizinalbereich unterliegt heute zunehmend strengen Auflagen. Neben dem toxischen Potential einer chemischen Verbindung ist die Anwendungskonzentration und eine maximale chemische Fixierung auf dem textilen Substrat sehr wichtig.
Die in der Produktion anfallenden Überschusschemikalien müssen heute gemäß ihrer Umweltverträglichkeit sortiert und entsorgt werden. Während die bioverträglichen Abfallbäder direkt der nächsten Kläranlage zugeführt werden können, müssen nicht biokompatible Chemikalien- abfälle in einer Sondermüllbehandlung entsorgt werden.
Weiterbildung, Forschung und Entwicklung an der Schweizerischen Textilfachschule
Referent: Helmut Hälker, Direktor der Schweizerischen Textilfachschule
In einem Kurzreferat informierte Herr Hälker über die berufs- begleitenden HF-Lehrgänge für Techniker Textil, Fashion Design und Technologie, sowie für Textilökonomen. Die Lehrgänge bieten ein breites Weiterbildungsangebot auf verschiedenen Ebenen. Die 2007 gegründete Forschungs- und Entwicklungsabteilung kann auf die vielfältigen Spezialisten des Lehrkörpers sowie den umfangreichen Maschinenpark und die Labors zurückgreifen. So konnten bereits zahlreiche Projekte und Kooperationen mit Industriepartnern durchgeführt und Investitionen in neue Technologien realisiert werden.
Führung durch das Textilmuseum St. Gallen
Unter dem Titel "Vision" wurden moderne Schweizer Stickereien und Gewebe aus heutiger industrieller Produktion vorgestellt. Besonderem Interesse begegnete die Sonderausstellung "Textilien im Sport - sicherer, schöner, schneller". Dabei wurde die Entwicklung der Sportbekleidung während der zurückliegenden 100 Jahre aufgezeigt, so auch das Reitkleid der österreichischen Kaiserin Sissi von 1870. Nahezu alle Sportarten wie Leichtathletik, Schwimmen, Tennis Fechten, Reiten, Wintersport, Rad- und Motorsport, Bergsteigen - um nur die wichtigsten Disziplinen zu nennen - waren mit historischen und modernen Exponaten - letztere vielfach High-Tech-Textilien - vertreten.
Firmenbesichtigung Stickerei-Unternehmen Forster Rohner AG, St. Gallen
Im Zentrum St. Gallen der Schweizerischen Stickerei-Industrie feierte das Unternehmen Forster Rohner AG vor 5 Jahren sein 100-jähriges Bestehen.
Die exklusiven Wäsche- und Kleiderstoffe sowie Accessoires werden von den berühmten Modedesignern und und Wäscheherstellern der ganzen Welt für ihre Kreationen verarbeitet. So stammt auch der Stoff von Michelle Obamas Kleid bei der Vereidigung von Barack Obama aus dem Hause Forster Rohner AG. Das Unternehmen besitzt vier Betriebe in St. Gallen, Lustenau, Rumänien und China mit über 850 Beschäftigten. 12 Stickmaschinen arbeiten in St. Gallen, ca. 50 Maschinen im Ausland. Schwerpunkt des Absatzes sind neben Europa auch USA, Japan, Korea, Taiwan und China. Die Wirkereiindustrie ist bei der Wäsche mit Rascheltüll für die Stickböden als wichtiger Zulieferer beteiligt. Die Teilnehmer an der interessanten Betriebsführung konnten den Werdegang der Stickereien verfolgen. Der Entwurf des Designers wird von Hand gezeichnet oder am Computer entwickelt. Mit Hilfe einer eigens für Forster Rohner entwickelten Software erstellt der Zeichner/Puncher die technische Stickereizeichnung. Dabei werden die Stichpositionen und -längen sowie die Fadenführung festgelegt. In einer speziellen Abteilung werden Muster von flinken Frauenhänden nach der Stickereizeichnung auf Nähmaschinen hergestellt.
Die Tagungsteilnehmer konnten auf eine vielseitige, anspruchsvolle Veranstaltung zurückblicken, an welcher neben neuesten Technologien auch der künstlerischen Gestaltung ein gebührender Platz eingeräumt wurde
Fritz Benz, Wattwil
Landesversammlung 2008 der Sektion Schweiz
Sie fand am am Montag, den 31. März 2008 in Amriswil/Thurgau mit 42 Teilnehmern statt.
Jahresbericht 2007
Vorwort: Die positive wirtschaftliche Entwicklung des vergangenen Jahres fand auch in der Wirkerei/Strickerei-Industrie und den damit zusammenhängenden Branchen ihren Niederschlag. Im Mittelpunkt stand die länderübergreifende Gemeinschaftstagung der Sektionen Deutschland, Österreich und der Schweiz in Vorarlberg.
Mitgliederbewegungen: Im Jahre 2007 hatten wir einen Rückgang um 3 Mitglieder wegen Betriebsaufgabe, Todesfall und Ausschluss zu verzeichnen. Der Mitgliederbestand umfasst damit 28 Einzelpersonen und 24 Firmen.
Finanzen: Trotz ehrenamtlicher Tätigkeit des Vorstandes reicht der seit vielen Jahren gleichgebliebene bescheidene Mitgliedsbeitrag nicht zur Kostendeckung aus, zumal wir an unserer Tagung keine Teilnehmer- gebühr erheben. Auch die Zinserträge unseres soliden Vermögens bewahrten uns 2007 nicht vor einem Verlust.
Tätigkeit: Wie seit vielen Jahren erledigte der Landesvorsitzende Fritz Benz auch die Aufgaben eines Sekretärs. Die Schreib- und Versand- arbeiten besorgte Frau Inka Benz. Die finanziellen Belange lagen in den Händen von Herrn Berndt Meyer.
Dem Landesvorsitzenden oblag die Vorbereitung und Durchführung der Landesversammlung. Er vertrat die Sektion Schweiz an der oben genannten Gemeinschaftstagung in Dornbirn und war in laufendem Kontakt mit Prof. Wolfgang Schäch vom Int. Sekretariat in Reutlingen.
Leistungen: Zu den Tagungen sowohl unserer wie der deutschen und österreichischen Sektion haben IFWS-Mitglieder freien Zutritt. An der Schweizer Tagung übernahmen wir zudem die Kosten des Mittagessens. Mitglieder erhalten auch die Kursprogramme der Fachvereinigung SVT und haben Ermässigung bei deren Veranstaltungen und dem Bezug unseres Publikationsorgans "mittex".
Schweizer IFWS-Mitglieder bekommen die Einladungen zu den landesinternen Veranstaltungen und zu den Weltkongressen per Post zugestellt. Das Internationale Sekretariat informiert dazuhin per E-Mail info@knittingfed.com und auf der IFWS-Homepage http://www.knittingfed.com über sämtliche IFWS-Aktivitäten.
Veranstaltungen: Im Mittelpunkt der Gemeinschaftstagung der IFWS-Sektionen Deutschland, Österreich und der Schweiz am 8./9. Februar 2007 in Dornbirn stand das Vortragsprogramm mit 3 Referaten. Über 60 Fachleute und Studenten der HTL besuchten die Referate.
Ing. Peter Ebenhoch, Entwicklungsleiter, sprach über Trends in der Entwicklung von technischen Textilien aus der Sicht der Firma Kunert, Rankweil. Dr.-Ing. Monika Seeger vom Sächsischen Textilforschungs- institut in Chemnitz informierte über Geotextilien aus Maschenware und deren Einsatzgebiete. Ing. Werner Erhart regte die Zuhörer mit dem Thema "Der Wohlstand schwächt seine eigenen Voraussetzungen - im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Gesellschaft" zum kritischen Nachdenken an.
Die Betriebsbesichtigung führte zur Firma Kunert GmbH nach Rankweil. In der Grossrundstrickerei mit ca. 60 Mitarbeitern und der modernen Ausrüstung mit ca. 150 Mitarbeitern werden vorwiegend technische Stoffe für vielfältige Anwendungsbereiche mit Schwerpunkt Automobiltextilien hergestellt.
Ein gemütliches Beisammensein in der Schlosswirtschaft Schattenburg, Feldkirch und als krönenden Abschluss die Modenschau "Auf der Strasse der Mode" einer Absolventin und von Studentinnen und Studenten der HTL boten Gelegenheit zu Kontakten unter den internationalen Teilnehmern.
Schlusswort: Der veranstaltenden österreichischen Landessektion und ihren Helfern, besonders den Herren Oskar Tschallener und Andreas Hämmerle, sowie den vorgenannten Referenten danke ich für die ausgezeichnete Tagung. Mein Dank gilt innerhalb der IFWS Herrn Prof. Wolfgang Schäch vom Internationalen Sekretariat, unserem umsichtigen Kassier Berndt Meyer und unserer Bürokraft Inka Benz für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.
Wattwil, den 31. März 2008
Fritz Benz, Landesvorsitzender der IFWS-Sektion Schweiz
Landesversammlung 2007 der Sektion Schweiz
Sie fand am 8./9. Februar 2007 gemeinsam mit den Landessektionen Deutschland und Österreich in Dornbirn/Österreich statt.
Näheres finden Sie unter
"Events"
Jahresbericht 2006
Vorwort: Von dem freundlicheren konjunkturellen Umfeld 2006 konnten auch die meisten Wirkerei-/Strickerei-Betriebe profitieren. In Bezug auf die IFWS-Veranstaltungen - die beiden Fachtagungen in der Schweiz und Deutschland, sowie den 43. Internationalen Kongress - hatte unsere Fachvereinigung ebenfalls "Hochkonjunktur".
Mitgliederbewegungen: Die Zahl unserer Mitglieder ist mit 53 Personen bzw. Firmen im Berichtsjahr nahezu konstant geblieben, wobei wir einen Neueintritt verzeichneten.
Tätigkeit: Wie in den Vorjahren übernahm der Landesvorsitzende Fritz Benz auch die Aufgaben des Sekretärs. Die Schreibarbeiten erledigte Inka Benz und das Rechnungswesen besorgte der Kassier Berndt Meyer.
Der Landesvorsitzende organisierte die letztjährige Landesversammlung und Frühjahrstagung und nahm an der Tagung der deutschen Sektion sowie als Delegierter an der Generalversammlung der Fachvereinigung SVT teil. Er war des weiteren in ständigem Kontakt mit Prof. Wolfgang Schäch vom Internationalen Sekretariat in Reutlingen.
Leistungen: IFWS-Mitglieder haben kostenlosen Zutritt zu den Tagungen der Landessektionen. Für die Schweizer Mitglieder übernimmt unsere Sektion jeweils die Kosten des Mittagessens. Mitglieder erhalten die Kursprogramme der Fachvereinigung SVT sowie Ermässigung bei deren Kursen und dem Abonnement unseres Publikationsorgans "mittex".
Einladungen und Informationen werden den Schweizer Mitgliedern per Post von der Landessektion sowie per E-mail vom Internationalen Sekretariat übermittelt. Wir empfehlen die regelmässige Beachtung der Homepage
www.knittingfed.com. Die E-mail Adressen für Kontakte sind
info@knittingfed.com und
fr.benz@bluewin.ch.
Veranstaltungen:
An der
Frühjahrstagung der Sektion Schweiz am 7. April 2006 informierte Albert Gunkel ausführlich über die Nanotechnologie in der Textilindustrie. Heinz Laib stellte Maschenstoffe aus neuen Fasern vor und Walter Braun sprach über Material und Herstellung von medizinischen Kompressionsstrümpfen. Letzgenanntes Thema wurde bei der anschliessenden Betriebsbesichtigung der Firma Salzmann Mesh in Wald/ZH vertieft. Ein ausführlicher Bericht über diese Veranstaltung wurde von Fritz Benz in "mittex" 5/06 und "Melliand Textilberichte" 9/06 veröffentlicht.
Die
Tagung der Sektion Deutschland fand am 23. Mai 2006 in Gomaringen bei Reutlingen statt und umfasste zwei Vorträge über Gestricke aus Metallfäden sowie Leuchttextilien. Es wurden die Wäschehersteller Firma Speidel, Bodelshausen und Firma Gerhard Rösch, Tübingen, deren Zweigbetrieb Rökona-Textilwerk für kettengewirkte Stoffe - auch für Automobil-Innenausstattung - sowie die Hochschule Reutlingen mit der Fakultät Textil & Design besucht.
Der
43. Weltkongreß der IFWS vom 1. - 5. Oktober 2006 stand unter dem Motto "Stricken/Wirken heute und morgen". Rund 30 Referentinnen und Referenten, mehrheitlich aus Osteuropa, erläuterten den Einfluß von Faser- und Garneigenschaften auf die Qualität von Maschenwaren. Schutz- und Geotextilien, neue Produktions-Software und Studienprogramme waren weitere Hauptthemen. Wahlweise konnte die Firma Natalia, Stara Zagora - vollstufige Fabrikation von T-Shirts - und die moderen Firma Knitex, Dospat - Herstellung flachgestrickter Pullover, Jacken und Röcke - besichtigt werden. Eine große Modenschau präsentierte die Leistungsfähigkeit der bulgarischen Maschenindustrie. Neben der guten Organisation des Kongresses ist die große Gastfreundschaft der bulgarischen Veranstalter hervorzuheben (Bericht in "Melliand Textilberichte" 11-12/2006).
Schlusswort
Die IFWS bot 2006 ihren Mitgliedern vielfältige Möglichkeiten zur Information und Kontaktnahme auf nationaler und internationaler Ebene. Allen hieran beteiligten Personen und Firmen wie auch den betreffenden IFWS-Mitarbeitern, vor allem Prof. Schäch vom Internationalen Sekretariat, unserem Kassier Berndt Meyer und unserer Bürokraft Inka Benz danke ich für deren tatkräftige Unterstützung.
Wattwil, 9. Februar 2007
Fritz Benz, Landesvorsitzender IFWS-Sektion Schweiz